Leitthema "Gesund im Alter"

In einer Gesellschaft des langen Lebens wird die Lebensphase des Alters trotz Erhöhung des Renteneintrittsalters länger. Ziel muss sein, dass die zusätzlichen Jahre möglichst lange gesund verbracht werden. Insbesondere der Wechsel von der Erwerbsphase in den Ruhestand stellt einen bedeutenden Lebensumbruch dar. Für Personen nach der Erwerbsphase in der Kommune haben die gesetzlichen Krankenkassen eine Präventions- und Gesundheitsförderungsauftrag.

Ebenso wie die Anzahl alter Menschen in der Gesellschaft stetig zunimmt, steigt auch die Zahl hochbetagter und pflegebedürftiger Menschen. Ziel ist es, ihre Gesundheit zu erhalten und der bestehenden Pflegebedürftigkeit oder einer Verschlechterung entgegenzuwirken.

Näheres regeln die  Bundesrahmenempfehlungen (BRE) der Nationalen Präventionskonferenz nach § 20d Abs. 3 SGB V.

Unsere Projekte im Detail

Auf der Basis des gesetzten Leitthemas "Gesund im Alter" und der bestehenden Bedarfe im Land sollen vom Strategieforum Prävention des Landes Bremen verschiedene Projekte gefördert werden. Das Ziel der Projekte soll es sein, die Menschen dabei zu stärken, ihre Gesundheitspotenziale auszuschöpfen sowie den Auf- und Ausbau gesundheitsförderlicher Strukturen in den jeweiligen Lebenswelten zu fördern.

Laufende Projekte:

Hintergrund

In Bremen steigt der Anteil ökonomisch, sozial und dadurch auch gesundheitlich benachteiligter älterer Frauen und Männer beträchtlich und wird zukünftig weiter ansteigen. Die Teilhabe und Verwirklichungschancen älteren Menschen sind dadurch erheblich eingeschränkt. Das Projekt "Werkstatt Alter" setzt an diesem Problem an und stärkt die individuelle Gesundheitskompetenz von Menschen über 65 Jahren. Die Gesundheitskompetenz soll durch ein vielfältiges und niedrigschwelliges Angebot in Form von gesundheitsförderlichen Angeboten im direkten Wohnumfeld gestärkt werden. Insbesondere sollen durch das Vorhaben ältere Menschen erreicht werden, die von sozialbezogener Ungleichheit betroffen sind und durch die bisherigen Angebote nicht oder nur wenig erreicht wurden. 

Das Projekt "Werkstatt Alter" entwickelt gesundheitsförderliche Angebote zur Ressourcenstärkung, insbesondere in den Bereichen Bewegung, Ernährung sowie Resilienz, um so die Fähigkeiten zur Lebens- und Alltagsgestaltung bewusst auszuschöpfen. Gefördert wird dieses Projekt über das GKV-Bündnis für Gesundheit im Land Bremen. 
 

Zielsetzung

Die "Werkstatt Alter" stärkt die individuelle Gesundheitskompetenz ebenso wie das gesundheitskompetente Quartier. Von sozialbedingter Ungleichheit betroffene Ältere (z.B. infolge von Sprachbarrieren oder kulturellen Barrieren durch Migrationshintergrund) werden frühzeitig an praktischen Erkenntnissen und Informationen beteiligt, um sie beim Aufbau und dem Erhalt der persönlichen Gesundheitskompetenz für ein aktives, selbständiges und unabhängiges Leben im Alter zu stärken. Die gesundheitsförderlichen Maßnahmen werden zuerst in den Stadtteilen Walle, Hemelingen und Osterholz durchgeführt.

  • Es werden die Transparenz und Bekanntheit von bereits bestehenden gesundheitsbezogenen Angeboten in den teilnehmenden Stadteilen erhöht. 
  • Es erfolgt die Entwicklung von Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitsheitskompetenz in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Seelische Gesundheit. 
  • Die Vernetzung der gesundheitsfördernden Akteure (Gesundheitstreffpunkt, Netzwerk Alte Vielfalt etc.) wird ausgebaut. 
  • Es finden Multiplikator/-innen-Schulungen zur Förderung der Gesundheitskompetenz statt .
  • Die entwickelten Angebote werden in der ganzen Stadt Bremen sowie gesondert in den betreffenden Stadtteilen bekannt gemacht. 

Das Projekt wird durch eine Steuerungsgruppe begleitet.

Beteiligt an der Projektdurchführung sind VertreterInnen verschiedener Gruppen im Quartier (Bremer Heimstiftung, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen, Bremer Volkshochschule, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS GmbH, die gesetzlichen Krankenkassen).
 

Gesundheitskompetenz

Die im Projekt geplanten Angebote zum Thema Gesundheitskompetenz sollen den Menschen über 65 Jahren zu Gute kommen. Für die Erreichbarkeit der Zielgruppe sind dabei Geschlechterrollen ebenso wie Generationenzugehörigkeit und kulturelle Herkunft zu berücksichtigen. Dies wird durch die Heterogenität und Bedarfsgerechtigkeit des Angebots angestrebt. Durch die Wahl niedrigschwelliger Angebote sollen insbesondere die sozial bedingten Ungleichheiten beim Zugang abgebaut werden (Bsp. Verwendung allgemeiner, leicht verständlicher Sprache). Dazu führen wir verschiedene Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention durch.

  • Zielgruppenspezifische Angebote zu Bewegung, Tanz, Entspannung u.a.
  • Angebote zu Ernährung, richtige Ernährungsweisen zu Vermeidung von Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes
  • Angebote zur Resilienzförderung und zur psychischen Entspannung 

Zusätzliche Themenfelder außerhalb Förderung durch das GKV-Bündnis für Gesundheit:

  • Angebote zu Digitalthemen, Wohnprojekte, Projekte zur Wohnumfeldgestaltung, Mobilitätserhalt, Medienkompetenz, Vorsorgen und Verfügen, Selbstbestimmung und Vollmachten
  • Angebote zu Engagement-Möglichkeiten bei lokalen Initiativen, Einbindung in meinen Stadtteil, Qualifizierungen für soziale Kompetenzen
     

Aktive Mitarbeit gefragt

Sie sind Ü65, wohnen in Osterholz, Hemelingen oder Walle? Sie möchten sich am Projekt beteiligen und haben Ideen für Ihren Stadtteil? Dann nehmen Sie per eMail oder telefonisch Kontakt mit der Ansprechpartnerin der Bremer Heimstiftung, Frau Spiering, auf.
 

Ansprechpartner für das Projekt

Bremer Heimstiftung

Sharlina Spiering
Projektleiterin Werkstatt Alter
Ludwig-Roselius-Allee 181
28327 Bremen
Mobil: 0160 90769626
sharlina.spiering@bremer-heimstiftung.de

Programmbüro des GKV-Bündnisses für Gesundheit in Bremen

Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) 
Im Auftrag der GKV Bremen
Daniel Rosenfeldt
Tel.: 0421 16565-79
daniel.rosenfeldt@vdek.com


Hinweis zur Haftung: Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.

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