Leitthema "Gesund aufwachsen"

Werdende und junge Familien sowie Kinder, Jugendliche, Auszubildende und Studierende sind wichtige Zielgruppen präventiver und gesundheitsförderlicher Bemühungen. Für werdende und jungen Familien sowie Kinder und Jugendliche haben Krankenkassen einen Unterstützungsauftrag, um zusammen mit weiteren verantwortlichen Partner ein gesundes Aufwachsen für Kinder und Jugendliche zu erleichtern und persönliche Gesundheitskompetenzen zu fördern.

Näheres regeln die  Bundesrahmenempfehlungen (BRE) der Nationalen Präventionskonferenz nach § 20d Abs. 3 SGB V.

Unsere Projekte im Detail

Auf der Basis des gesetzten Leitthemas "Gesund aufwachsen" und der bestehenden Bedarfe werden vom Strategieforum Prävention des Landes Bremen bereits verschiedene Projekte gefördert. Das Ziel der Projekte ist es, die Menschen dabei zu stärken, ihre Gesundheitspotenziale auszuschöpfen sowie den Auf- und Ausbau gesundheitsförderlicher Strukturen in den jeweiligen Lebenswelten zu fördern.

Laufende Projekte:

Digital Empowerment
Neue Wege in der Gesundheitsförderung für alleinerziehende Frauen

Hintergrund

Seit 1989 praktiziert unsere Einrichtung Frauengesundheit in Tenever (FGT) Gesundheitsförderung speziell für Frauen im Quartier. Frauen können sich zu Gesundheitsthemen informieren und austauschen, Neues ausprobieren und Entlastung im Alltag erfahren. Unser Angebot bringt Frauen unterschiedlichen Alters und Herkunft zusammen. In Bremer Ortsteil Tenever haben zwei Drittel der rund 10.500 BewohnerInnen eine Zuwanderungsgeschichte. Von 1.250 Familien mit Kindern sind 350 alleinerziehend, überwiegend (332) Frauen, etliche davon mit drei und mehr Kindern. Besonders Frauen in schwierigen Lebenssituationen werden trotz hoher Gesundheitsrisiken durch bestehende Angebote zur Gesundheitsförderung bislang kaum erreicht. Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens sind die Belastungen für alleinerziehende Frauen weiter gestiegen. Um dieser gesundheitlichen Ungleichheit entgegenzuwirken haben wir das Projekt „Digital Empowerment – Neue Wege in der Gesundheitsförderung für alleinerziehende Frauen“ ins Leben gerufen.

Dieses Projekt baut auf Ergebnissen des bereits abgeschlossenen Projekts "Neue Wege in der Gesundheitsförderung für alleinerziehende Frauen" auf und berücksichtigt gleichzeitig die aktuelle Thematik der Corona-Pandemie. Gefördert wird dieses Projekt über das GKV-Bündnis für Gesundheit im Land Bremen.

Zielsetzung

Ziel des Projektes "Digital Empowerment - Neue Wege in der Gesundheitsförderung mit alleinerziehenden Frauen" ist die partizipative Förderung von Gesundheitskompetenzen für alleinerziehende Frauen im Hinblick auf die Handlungsfelder gesundheitsförderliche Ernährung und Medienkompetenz. Um dieses Ziel zu erreichen, erlernen Alleinerziehende Frauen den (kritischen) Umgang mit digitalen Medien und erfahren wie sie gesundheitsrelevante Informationen, insbesondere zum Thema Ernährung im Internet finden und für sich nutzen können.

  • Die Alleinerziehenden Frauen bekommen einen besseren Zugang zu digitalen Angeboten der Gesundheitsförderung und werden in ihrer (digitalen) Gesundheitskompetenz gestärkt. Dadurch werden sie in ihrer Selbstwirksamkeit unterstützt und empowert.
  • Es werden passgenaue frauengerechte digitaler Angebotsformate im Handlungsfeld Ernährung partizipativ entwickelt.
  • Alleinerziehende Frauen werden in ihrer Handlungskompetenz zu einer eigenverantwortlichen und nachhaltigen gesundheitsförderlichen Ernährung gestärkt. Eine Vernetzung von Akteur*innen, die sich mit dem Thema Ernährung beschäftigen wie z.B. BIPS (Living Lab oder dem Verein Treffpunkt Natur und Umwelt e.V /Querbeet wird aufgebaut.
  • Die Erfahrungen und Ergebnisse des Projektes werden in einer Handreichung aufbereitet und sollen an andere interessierte Stadtteile und Kommunen weitergegeben werden.

Das Projekt wird durch eine Steuerungsgruppe begleitet.

Beteiligt sind VertreterInnen verschiedener Gruppen im Quartier (FGT, Quartiersmanagement, AnbieterInnen, alleinerziehende Frauen, gesetzliche Krankenkassen und Dr. Ingeborg Jahn als wissenschaftliche Beraterin).

Partizipation und Empowerment

Die im Projekt geplanten Angebote zu den Themen gesundheitsförderliche Ernährung (gemeinsames Kochen, Urban Gardening) und zur Förderung des Medienkompetenzerwerbs unterstützen die Stärkung der seelischen Gesundheit und das Empowerment der alleinerziehenden Frauen. Dazu führen wir verschiedene Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention durch.

  • Entwicklung und Erprobung der Nutzung digitaler Technologien sowohl in der Gestaltung des Projektverlaufs (z.B. Online-Befragungen, Video-Workshops) als auch der Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote im Handlungsfeld Ernährung.
  • Berücksichtigung der konkreten Bedingungen der alleinerziehenden Frauen im Hinblick auf das angestrebte Digital Empowerment. Dies betrifft sowohl die Verfügbarkeit von Endgeräten (vermutlich meist Smartphones) sowie die Förderung digitaler Kompetenzen (Workshops mit kompetenten und erfahrenen Partner*innen, wie z.B. dem derzeit entstehenden Living Lab des BIPS im Ellener Hof oder dem FabLab.
  • Weiterführung der Bemühungen, die Alleinerziehenden auch für persönliche Beteiligung an übergreifenden Projektaktivitäten zu gewinnen.
  • Erwerb neuer Kompetenzen, die zur Bewältigung von neuen/ungewohnten Situationen (Corona-Pandemie) benötigt werden.
  • Mitgestaltungsworkshops im Stadtteil bieten Anbieter*innen von Gesundheitsförderung, weiteren Einrichtungen im Quartier und alleinerziehenden Frauen die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorstellungen auszutauschen und gemeinsam weitere Angebote mitzugestalten.

Alleinerziehende Frauen, die ihre Bedürfnisse und Bedarfe, Ideen und Anregungen in das Projekt einbringen möchten, sind herzlich eingeladen, sich am Projekt zu beteiligen!

Ansprechpartner für das Projekt

Frauengesundheit in Tenever

Mareike Sander-Drews
Projektkoordinatorin
Koblenzer Straße 3A
28325 Bremen
Tel.: 0421 401728 (Mo-Do von 9-14 Uhr)
FGT@gmx.net
www.frauengesundheitintenever.de 


Programmbüro des GKV-Bündnisses für Gesundheit in Bremen

Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Im Auftrag der GKV Bremen
Daniel Rosenfeldt
Tel.: 0421 16565-79
Daniel.Rosenfeldt@vdek.com


Hinweis zur Haftung: Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.

Abgeschlossene Projekte:

Gesundheitsfachkräfte an Schulen (GefaS)

Seit Beginn des Schuljahres 2018/2019 sind sieben "Fachkräfte für Prävention und Gesundheitsförderung“ an insgesamt zwölf Grundschulen in Bremen und Bremerhaven eingesetzt. Dieses dreijährige Modellprojekt wird im Rahmen des Präventionsgesetzes gemeinsam von der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz sowie den Krankenkassen im Land Bremen finanziert und in Kooperation mit der LVG & AFS e.V. und dem Gesundheitsamt Bremen durchgeführt. 

Projektziele

  • Gesundheitswissen und gesundes Verhalten von Grundschulkindern und deren Familien stärken
  • Erkrankungen verhindern und /oder Erkrankungen frühzeitig erkennen
  • Mitarbeit an gesundheitsfördernden Rahmenbedingungen der Schule
  • Aufbau und Ausbau von Netzwerkstrukturen im Stadtteil

Methoden

  • Projektarbeit: Angebote im Rahmen von Projekttagen oder Nachmittagsbetreuung
  • Individuelle Beratung: offene Beratungszeiten für SchülerInnen und Eltern, Beratung der Lehrkräfte
  • Elternarbeit: Angebote bei Elternabenden oder in Eltern-Cafes
  • Zusammenarbeit innerhalb der Schule
  • Netzwerkarbeit: Zusammenarbeit mit Beratungsstellen, Kinderärzt*innen oder dem Kinder- und Jugendgesundheitsteam im Stadtteil, Vermittlung bei gesundheitlichen Fragen
  • Mitwirkung an gesundheitsbezogenen Unterrichtseinheiten

Themen

  • Bewegung
  • Gesunde Ernährung
  • Hygiene und Körperpflege
  • Medien und Sucht
  • Umgang mit Stress

und andere

Beteiligte Grundschulen

  • Lutherschule, Dionysiusstraße 52, 27576 Bremerhaven
  • Astrid-Lindgren-Schule, Frenssenstraße 49, 27576 Bremerhaven
  • Grundschule an der Wigmodistraße, Wigmodistraße 37, 28779 Bremen
  • Tami-Oelfken-Schule, Lüssumer Ring 55, 28777 Bremen
  • Schule am Wasser, Tidemanstraße 11, 28759 Bremen
  • Grundschule am Halmer Weg, Halmerweg 71, 28237 Bremen
  • Schule an der Melanchthonstraße, Melanchthonstraße 150, 28217 Bremen
  • Grundschule Delfter Straße, Delfter Straße 10, 28259 Bremen
  • Schule an der Stichnathstraße, Max-Jahn-Weg 13, 28277 Bremen
  • Grundschule Rechtenflether Straße, Rechtenflether Straße 24, 28197 Bremen
  • Grundschule am Ellenerbrokweg, Ellenerbrokweg 28, 28325 Bremen
  • Grundschule an der Paul-Singer Straße, Paul-Singer-Straße 160, 28329 Bremen
      

Projektverantwortung

Die Fachkräfte für Prävention und Gesundheitsförderung sind beim Gesundheitsamt angestellt. Die Fachaufsicht erfolgt durch:

Frau Dr. med. Andrea Bade
Gesundheitsamt Bremen, Sozialpädiatrische Abteilung
Tel.: 0421 36115571
eMail: gesundheitsfachkraefte@gesundheitsamt.bremen.de
   

Weiterführende Informationen

Gesundheitsamt:www.gesundheitsamt.bremen.de

Landesvereinigung für Gesundheit Nds. e.V. (LVG & AFS):  www.lvg-gesundheit-bremen.de
  

AnsprechpartnerInnen für das Projekt

LVG & AFS e.V.
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen (LVG&AFS) e.V.
in Kooperation mit der Landesvereinigung für Gesundheit Bremen e.V.
Dirk Gansefort
Tel.: 0421 79087303
eMail: dirk.gansefort@gesundheit-nds.de

Landesvertretung der Techniker Krankenkassen Bremen
im Auftrag der GKV Bremen
Eschin Marbin
Tel.: 0421 30505407
eMail: eschin.marbin@tk.de


Hinweis zur Haftung: Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.

Hintergrund

Seit 1989 praktiziert unsere Einrichtung Frauengesundheit in Tenever (FGT) Gesundheitsförderung speziell für Frauen im Quartier. Frauen können sich zu Gesundheitsthemen informieren und austauschen, Neues ausprobieren und Entlastung im Alltag erfahren. Unser Angebot bringt Frauen unterschiedlichen Alters und Herkunft zusammen. In Bremer Ortsteil Tenever haben zwei Drittel der rund 10.500 BewohnerInnen eine Zuwanderungsgeschichte. Von 1.250 Familien mit Kindern sind 350 alleinerziehend, überwiegend (332) Frauen, etliche davon mit drei und mehr Kindern. Besonders Frauen in schwierigen Lebenssituationen werden trotz hoher Gesundheitsrisiken durch bestehende Angebote zur Gesundheitsförderung bislang kaum erreicht. Gründe dafür können sein: Zeitmangel, fehlende soziale Unterstützung, fehlendes Geld und andere.

Daher haben wir das Projekt "Neue Wege in der Gesundheitsförderung für alleinerziehende Frauen" ins Leben gerufen, welches als eines von zwei Leuchtturmprojekten im Rahmen des Präventionsgesetztes von den gesetzlichen Krankenkassen im Land Bremen gefördert wird.

Ziel

Ziel des Projektes ist es, den Zugang zu und die Beteiligung an, insbesondere bewegungs- und entspannungsbezogenen, Gesundheitsförderungsangeboten für alleinerziehende Frauen zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen führen wir Einzel- und Gruppengespräche mit alleinerziehenden Frauen, die ihre Bedürfnisse, Ideen und Anregungen einbringen möchten oder Interesse an Sport und Bewegungsangeboten haben. Außerdem überlegen wir gemeinsam mit Anbieter*innen von Bewegungs- und Entspannungsangeboten, wie es gelingen kann, passende Angebote für alleinerziehende Frauen zu schaffen.

  • Im Verlauf des Projektes sollen die konkreten Bedürfnisse und Bedarfe von alleinerziehenden Frauen in ihrer Vielfalt herausgefunden und der Zugang zu passenden Gesundheitsförderungsangeboten gestärkt werden.
  • Am Ende des Projektes sollen in Tenever maßgeschneiderte Bewegungs- und Entspannungsangebote für alleinerziehende Frauen zur Verfügung stehen.
  • Die Erfahrungen und Ergebnisse des Projektes sollen an andere interessierte Stadtteile und Kommunen weitergegeben werden.

Das Projekt wird durch eine Steuerungsgruppe begleitet.

Beteiligt sind VertreterInnen verschiedener Gruppen im Quartier (FGT, Quartiersmanagement, AnbieterInnen, alleinerziehende Frauen, gesetzliche Krankenkassen und Dr. Ingeborg Jahn als wissenschaftliche Beraterin).

Partizipation und Empowerment

Wir ermutigen alleinerziehende Frauen, ihre Bedürfnisse und Wünsche zum Thema Bewegung und Entspannung in das Projekt einzubringen. Dazu führen wir Einzel- und Gruppengespräche und organisieren Schnupperangebote.

  • Hürden, die eine Teilnahme an gesundheitsfördernden Angeboten verhindern, werden benannt und ernstgenommen.
  • Schnupperangebote ermöglichen neue Erfahrungen und geben Impulse.
  • Mitgestaltungsworkshops im Stadtteil bieten Anbieter*innen  von Gesundheitsförderung, weiteren Einrichtungen im Quartier und alleinerziehenden Frauen die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorstellungen auszutauschen und gemeinsam maßgeschneiderte Angebote zu entwickeln.
  • AnbieterInnen  von Gesundheitsförderung werden für die Bedarfe und Bedürfnisse alleinerziehender Frauen sensibilisiert und bei der Umsetzung passender Angebote unterstützt.
  • Dauerhafte kostengünstige Bewegungs- und Entspannungsangebote, passend zu den Bedürfnissen und Bedarfen von alleinerziehenden Frauen, werden entwickelt.

Alleinerziehende Frauen, die ihre Bedürfnisse und Bedarfe, Ideen und Anregungen in das Projekt einbringen möchten oder Interesse an Sport und Bewegungsangeboten haben, sind herzlich eingeladen, sich am Projekt zu beteiligen!

Auch AnbieterInnen von Bewegungs- und Entspannungsangeboten in Tenever sind eingeladen, sich einzubringen.

Ansprechpartnerinnen für das Projekt

Frauengesundheit in Tenever
Mareike Sander-Drews
Projektkoordinatorin
Koblenzer Straße 3A
28325 Bremen

Tel.: 0421 401728 (Mo-Do 9-14 Uhr)
eMail: FGT@gmx.net
web: www.frauengesundheitintenever.de

AOK Bremen/Bremerhaven
Im Auftrag der GKV Bremen
Birgit Pharao
Tel.: 0421 1761-170
eMail: birgit.pharao@hb.aok.de


Hinweis zur Haftung: Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.

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