Auf Basis der gesetzlichen Leitthemen und der bestehenden Bedarfe werden von den Mitgliedern des Strategieforums Prävention des Landes Bremen bereits verschiedene Maßnahmen durchgeführt. Neben den zahlreichen Einzelmaßnahmen werden hier gemeinsame Aktivitäten dargestellt.
Unsere Aktivitäten im Detail
Laufende Aktivitäten
Projekt "Klimagerechte Gesundheitsförderung für Frauen* im Quartier"
Klimabedingte soziale Ungleichheiten in der Gesundheitsförderung ausgleichen
Der menschengemachte Klimawandel wird von Wissenschaftler*innen als das größte globale Gesundheitsrisiko des 21. Jahrhunderts angesehen. Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen jedoch verschiedene Bevölkerungsgruppen unterschiedlich stark. Daher ist es dringend notwendig, klimabedingte soziale Ungleichheiten in der Gesundheitsförderung auszugleichen. Das Projekt „Klimagerechte Gesundheitsförderung für Frauen* im Quartier“ zielt darauf ab, spezifische Maßnahmen und Strategien zu entwickeln, die sowohl Klimaschutz als auch die besonderen Gesundheitsbedürfnisse von Frauen* berücksichtigen. Diese Ansätze sollen die Resilienz von Frauen* gegenüber klimabedingten Gesundheitsrisiken stärken und eine nachhaltige und gerechte Entwicklung zur Klimaanpassung im Quartier fördern.
Im Rahmen des Projekts werden die klimaspezifischen Gesundheitskompetenzen von Frauen*, Multiplikator*innen und Einrichtungen in Tenever sowie anderen Bremer Quartieren gefördert und die entsprechenden Strukturen gestärkt. Frauen* sollen Wissen über die Zusammenhänge von Klima und Gesundheit erwerben, um ein klimaschützendes und gesundheitsförderndes Verhalten zu entwickeln. Es werden niedrigschwellige Zugänge und Strukturen geschaffen und gefördert, die die klimagerechte Quartiersentwicklung sowie die Teilhabe der Frauen* stärken und somit zur gesundheitlichen Chancengleichheit beitragen.
Um die Ziele zu erreichen, liegt ein besonderer Fokus auf der Vermittlung der Health Co-Benefits: Die Stärkung des Bewusstseins für die gesundheitlichen Zusatznutzen von Klimaschutzmaßnahmen. Durch das Projekt werden diese Vorteile (vor allem in Bezug auf die Lebenswelt- und alltagsrelevanten Handlungsfelder Ernährung und Wohnen im Quartier) hervorgehoben und die Zielgruppe besser erreicht und informiert.
Zielgruppe
Die Zielgruppe sind Frauen* im Ortsteil Tenever des Bremer Stadtteils Osterholz, insbesondere vulnerable Gruppen wie Alleinerziehende, Geflüchtete, Schwangere, Mütter mit Säuglingen und/oder Kleinkindern, und (alleinlebende) ältere Frauen sowie Hochaltrige. Die Teilnehmer*innen partizipieren in allen Phasen des Projekts (Analyse, Planung, Umsetzung, Evaluation). Es findet eine Kombination aus verhaltens- und verhältnisbezogenen Maßnahmen und Aktivitäten statt. Die Zielgruppe und Multiplikator*innen können auf verschiedene Weise aktiv an dem Projekt teilnehmen. Multiplikator*innen können sowohl ehrenamtlich tätige Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen des Vereins als auch Fachkräfte aus anderen Einrichtungen im Stadtteil sein, wie beispielsweise Kita-Koordinator*innen und Gruppenleiter*innen.
Laufzeit
01.02.2025 - 31.01.2029
Zielsetzung
Ziel des Projektes ist die partizipative Förderung klimaspezifischer Gesundheitskompetenzen für Frauen* aller Altersgruppen im Quartier. Dies gilt insbesondere für die Handlungsfelder klimagerechte Ernährung und Quartiersentwicklung. Das Projekt liefert der Zielgruppe Wissen über die vielfältigen Zusammenhänge von Klima und Gesundheit zur Information und Sensibilisierung. Dadurch wirkt es auf Handlungsveränderungen zu einem gleichzeitig klimaschützenden und gesundheitsförderlichen Verhalten hin. (Verhaltensprävention)
Im Quartier werden niedrigschwellige Zugänge zu und Strukturen für Klimaanpassungsstrategien geschaffen bzw. gestärkt. Dies fördert zugleich eine klimagerechte Quartiersentwicklung und stärkt die Teilhabe (gesundheitliche Chancengleichheit) für Frauen*. (Verhältnisprävention)
Beteiligte des Strategieforums
- GKV (Förderung, Mitglied Steuerungsgremium)
- SGFV (Mitglied Steuerungsgremium)
Ansprechpartner*innen
Frauengesundheit in Tenever
Dr. Christina Sanko
Projektkoordinatorin/Medienpädagogin
Koblenzer Straße 3a
28325 Bremen
Tel.: 0421 401728
christina.sanko@frauengesundheitintenever.de
www.frauengesundheitintenever.de
Geschäftsstelle des GKV-Bündnis für Gesundheit im Land Bremen
Niels Moldenhauer
c/o Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Bremen
Martinistr. 34
28195 Bremen
Tel:. 0421 16565-79
Projekt "Gesunder Umgang mit Medien im Kindes- und Jugendalter – Kommunale Angebote gemeinsam entwickeln und umsetzen"
Hintergrund
Bundesweit zeigt sich nachweislich seit Jahren eine immer stärkere und frühere Nutzung digitaler Medien durch Kinder bereits ab dem Grundschulalter. Dies wird durch die rasant steigende Verfügbarkeit in den Haushalten der Dialoggruppe begünstigt.
Das Projekt "Gesunder Umgang mit Medien im Kindes- und Jugendalter" verfolgt das übergeordnete Ziel, die Medienkompetenz bzw. den gesunden Umgang mit Medien von Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 16 Jahren und deren Erziehungsberechtigten zu fördern. Dabei sollen im Land Bremen insbesondere Kinder, Jugendliche und Erziehungsberechtigte aus sozial benachteiligten Verhältnissen durch Angebote in den Lebenswelten Schule und Quartier angesprochen werden, darunter peer-to-peer Angebote für Kinder in Grundschulen, mehrteilige Workshops für Jugendliche im Quartier und Angebote für Eltern.
Ziele
Bei dem Vorhaben geht es um einen “gesunden Umgang mit Medien” für Kinder und Jugendliche, es zielt also auf die Förderung der Medienkompetenz verknüpft mit der Stärkung der Gesundheitskompetenz in dieser Dialoggruppe. Die geplanten Maßnahmen werden in den Settings “Grundschule” (Altersgruppe 6-11 Jahre) und "Quartier" (Altersgruppe 11-16 Jahre) umgesetzt. In beiden Settings sollen auch die Erziehungsberechtigten erreicht werden.
Hierzu werden bestehende effektive Strukturen wie die Gesundheitsfachkräfte an Schulen und die Gesundheitsfachkräfte in Bremer Quartieren einbezogen. Diese und weitere Multiplikator*innen sollen in den Bereichen Medienpädagogik und Medienkompetenz geschult und entsprechende Angebote entwickelt und umgesetzt werden. Zu den konkreten Handlungsfeldern gehören neben Mediensucht und digitaler Gewalt/Cybermobbing auch Themen wie Körperselbstbilder, der gesunde Umgang mit Endgeräten (Dauer, Sitzhaltung, Augenhygiene etc.), die Förderung körperlicher Aktivität durch die Nutzung digitaler Medien und das Auffinden von verlässlichen (gesundheitsbezogenen) Informationen.
Maßnahmen
Es werden vorhandene Angebote zur Förderung der Medienkompetenz für Kinder, Jugendliche und deren Erziehungsberichtigte im Land Bremen recherchiert.
An den Grundschulen des Projektes “Gesundheitsfachkräfte an Bremer Schulen" werden im Projektverlauf allen Schüler*innen Maßnahmen zur Förderung der Medienkompetenz angeboten.
An allen Grundschulen dieses Projekts werden in der Projektlaufzeit Elternabende oder Elterncafés zum Thema Medienkompetenz angeboten.
Es werden an den Einsatzorten der Bremer Gesundheitsfachkräfte in den Bremer Quartieren, die eine Förderung über kommunale Handlungsprogramm „Wohnen in Nachbarschaften“ erhalten, Angebote für Jugendliche und deren Erziehungsberechtigten zur Förderung der Medienkompetenz entwickelt bzw. von professionellen, externen Trägern umgesetzt. Dabei werden kommunale Träger (wie Jugendtreffs, Häuser der Familie, Volkshochschulen u.a.) einbezogen.
Gesundheitsfachkräfte in Schulen und Quartieren und andere Fachkräfte aus dem Bildungs- und Sozialbereich werden zum Thema sensibilisiert und als Multiplikator*innen geschult.
Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Medienkompetenz werden zusammengefasst und für Multiplikator*innen und die Dialoggruppe zur Verfügung gestellt.
Ein Angebot an gesundheitsbezogenen, medienpädagogischen Maßnahmen in Schulvermeiderprojekten/ schulersetzenden Maßnahmen in allen vier Bremer „Bezirken“ sowie in Bremerhaven wird umgesetzt.
Laufzeit
09.09.2022 bis 31.08.2026
Beteiligte des Strategieforums
- GKV-Bündnis (Förderung, Mitglied Steuerungsgremium)
- SGFV (Antragsteller, Mitglied Steuerungsgremium)
Ansprechpartner*innen
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e.V.
Daniel Moll
Tel.: 0511 3881189-310
Daniel.moll@gesundheit-nds-hb.de
Geschäftsstelle des GKV-Bündnis für Gesundheit im Land Bremen
Niels Moldenhauer
c/o Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Bremen
Martinistr. 34
28195 Bremen
Tel:. 0421 16565-79
Hinweis zur Haftung: Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.
Projekt "Männersache Gesundheit Osterholz"
Damit Gesundheit Männersache wird
Männer leben durchschnittlich 5 Jahre kürzer als Frauen. Sie neigen eher zu gesundheitlichem Risikoverhalten, wie exzessivem Suchtmittelkonsum und besuchen weniger Vorsorgeuntersuchungen. Nur 45,4 Prozent der Männer in Deutschland nehmen laut Robert-Koch-Institut regelmäßig Gesundheits-Check-Ups in Anspruch. Auch im Hinblick auf das Finden und Verstehen von Gesundheitsinformationen schneiden Männer schlechter ab als Frauen. Nur 23,7 Prozent der Männer sagen von sich, eine hohe Gesundheitskompetenz zu besitzen. 61 Prozent haben Schwierigkeiten, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen und zu nutzen. Diese Faktoren verstärken sich noch bei Menschen aus sozial schwachen Gegenden. So ist u.a. der Zugang zu medizinischen Leistungen mit mehr Hindernissen verbunden als in gut situierten Gebieten. Klar ist: Armutsgefährdung induziert Gesundheitsgefährdung und umgekehrt.
Für den Stadtteil Bremen-Osterholz wurde in sozialen Regionaldatenerhebungen festgestellt, dass gesundheitliche Benachteiligungen für die Stadtteile Tenever, Blockdiek und dem Schweizer Viertel bestehen. Merkmale, wie bspw. eine riskante Lebensführung durch den Konsum von Alkohol und Zigaretten, eine geringe gesundheitliche Vorsorge, körperlich beanspruchende Arbeitsbedingungen, aber auch eine hohe Arbeitslosigkeitsquote und entsprechende psychosoziale Beeinträchtigungen, die zu geringerer Selbstfürsorge führen, konnten hierbei ausgemacht werden. Auch niedrige Bildungsabschlüsse und Sprachbarrieren werden in Osterholz vermehrt wahrgenommen. Für Männer aus Bremen-Osterholz können daher mehrdimensionale gesundheitliche Risikopotenziale ausgemacht werden. Besonders betrifft dies Männer aus vulnerablen Personengruppen. Dazu zählen alleinerziehende Väter, Männer mit Migrationshintergrund, erwerbslose oder von Erwerbslosigkeit betroffene Männer, Männer mit gesundheitlichem Risikoverhalten und Männer im Übergang zur Rente.
Bremen-Osterholz verfügt grundsätzlich über ein sehr gut ausgebautes Netzwerk an Gesundheitsangeboten. Die bestehenden Gesundheitsangebote im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention werden jedoch vorwiegend von Frauen wahrgenommen. Viele "weiche" Bewegungsangebote, wie bspw. Yoga sprechen Männer eher weniger an. Demnach braucht es explizit männeransprechende Gesundheitsangebote im Stadtteil.
Mit dem Projekt Männersache Gesundheit Osterholz möchten wir Männer ab 18 Jahren aus dem Stadtteil dabei unterstützen, ihre Gesundheitskompetenz zu steigern und ihr Gesundheitsverhalten nachhaltig zu verbessern. Hierzu werden im Rahmen der Projektlaufzeit 18 männerspezifische Gesundheitsangebote im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention entwickelt und mit Akteur*innen aus dem Stadtteil umgesetzt.
Das Projekt ist gefördert von den Krankenkassen/Krankenkassenverbänden des Landes Bremen nach §20a SGB V im Rahmen ihrer Aufgaben zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten. Träger des Projektes ist die Bremer Heimstiftung.
Laufzeit
01.01.2023 – 30.06.2026
Zielsetzung
Das Projekt "Männersache Gesundheit Osterholz" verfolgt das Ziel, zum einen die Gesundheitskompetenz der Männer aus dem Stadtteil Bremen Osterholz zu fördern und zum anderen die Strukturen im Stadtteil in Bezug auf die Förderung der Prävention und des Gesundheitshandelns von Männern weiterzuentwickeln. Im Rahmen der Verhaltensprävention werden die Männer für Gesundheitsthemen wie psychische Gesundheit, Ernährung, Bewegung etc. sensibilisiert und so-mit ihr gesundheitsbezogenes Wissen gesteigert. Die Teilnahme an den Projektangeboten führt zu einer Verbesserung ihres gesundheitsbezogenen Verhaltens sowie der Aktivierung ihrer Veränderungsbereitschaft. Im Rahmen der Verhältnisprävention wird eine Informations- und Kommunikationsstruktur mit drei wesentlichen Elementen aufgebaut: die Etablierung des Ortes für Männergesundheit im Mehrgenerationenhaus Schweizer Viertel in Bremen Osterholz, die Einführung eines IT-gestützten Informations- und Kommunikationssystems (Projekthomepage, Social-Media) und jährlich stattfindende Stadtteilworkshops als Kommunikationsplattform für die Zielgruppe sowie die Multiplikator*innen. Des Weiteren soll eine Ehrenamtsstruktur aufgebaut werden, um den niedrigschwelligen Zugang zur Zielgruppe sicherzustellen. Insgesamt werden 18 männerspezifische Projektangebote entwickelt, von denen 10 ins Regelangebot bereits etablierter Anbieter*innen übergehen sollen. Netzwerkarbeit sowie die Sensibilisierung relevanter professioneller Akteur*innen vor Ort ist für die Zielsetzung des Projektes essenziell.
Der Schwerpunkt der Angebote wird dabei in den folgenden Bereichen liegen:
- psychische Gesundheit
- Bewegung
- Ernährung
- Suchtmittelprävention
- gesundheitsbezogene Wissensvermittlung
Das Projekt wird durch ein Steuerungsgremium begleitet. Dieses setzt sich zusammen aus Vertreter*innen der Ortspolitik (Ortsamt und Beirat), einem Zielgruppenvertreter, einem Vertreter*in der gesetzlichen Krankenkassen, einem Vertreter*in der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz des Landes Bremen, Vertreter*innen des Quartiersmanagements, dem Projektentwickler sowie der Projektleitung und einer Vertreter*in für die wissenschaftliche Expertise.
Partizipation und Nachhaltigkeit
Um eine möglichst bedarfsgerechte und zielgruppenorientierte Entwicklung von Angeboten/ Maßnahmen und zugleich eine Sensibilisierung für das Thema Gesundheit erreichen zu können, erfolgt eine Aktivierende Befragung der Zielgruppe in zwei Phasen. Dabei wird die Perspektive der Männer (Bedürfnisse, Bedarfe, gesundheitsbezogene Einstellungen und Kompetenzen, Veränderungsbereitschaft, Barrieren und Wünsche in Bezug auf gesundheitsbezogenes Handeln, bestehende Netzwerke u.a.) erhoben. Die Ergebnisse aus den Aktivierenden Befragungen werden zudem auf den Stadtteilworkshops kommuniziert und dargelegt. Auf Grundlage der Ergebnisse der Aktivierenden Befragung werden dann zielgruppenspezifische Angebote entwickelt und umgesetzt.
Diese partizipative Ausrichtung des Projektes soll dazu führen, dass mehr Männer Gesundheitsangebote annehmen, sich die Maßnahmen nachhaltig in Bremen-Osterholz etablieren und eine Verstetigung der Projektangebote erwirkt wird. Ziel ist, dass die Männer durch die regelmäßige Teilnahme an den Angeboten ihr gesundheitsbezogenes Verhalten nachhaltig und positiv verändern.
Ansprechpersonen für das Projekt
Projektleitung "Männersache Gesundheit Osterholz"
Laura Heitmann
Mehrgenerationenhaus Bremen-Schweizer Viertel
Graubündener Str. 10
28325 Bremen
Tel.: 0421 438190-23
Laura.Heitmann@bremer-heimstiftung.de
www.bremer-heimstiftung.de
www.facebook.com/BremerHS
Geschäftsstelle des GKV-Bündnis für Gesundheit im Land Bremen
Niels Moldenhauer
c/o Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Bremen
Martinistr. 34
28195 Bremen
Tel:. 0421 16565–79
Beteiligte des Strategieforums
- GKV-Bündnis (Förderung, Mitglied Steuerungsgremium)
- SGFV (Mitglied Steuerungsgremium)
Hinweis zur Haftung: Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.
Programm "teamw()rk für Gesundheit und Arbeit"
Im Programm teamw()rk kooperieren gesetzliche Krankenkassen im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit mit Jobcentern oder Agenturen für Arbeit, um gemeinsam die gesundheitliche Lage von arbeitslosen Menschen in der Lebenswelt Kommune zu verbessern. Die ARGE GKV-Bündnis für Gesundheit im Land Bremen hat eine Programmkoordination für die Implementierung und Steuerung an den Standorten beauftragt.
Weitere Informationen über das Programm finden Sie auf der Webseite des GKV-Bündnis für Gesundheit und der Webseite der Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen Bremen e.V.
Umsetzung
Das Programm wird aktuell an folgenden Standorten der Jobcenter (JC) umgesetzt:
- JC Bremerhaven
- JC Bremen - Geschäftsstelle Mitte
- JC Bremen - Geschäftsstelle Nord
- JC Bremen - Geschäftsstelle Ost I
- JC Bremen - Geschäftsstelle Ost II
- JC Bremen - Geschäftsstelle Süd
- JC Bremen - Geschäftsstelle West
Laufzeit Förderphase V
01.01.2026 - 31.12.2028
Beteiligte des Strategieforums
- GKV-Bündnis (Förderung, Mitglied Steuerungsgremium)
- SGFV (Mitglied Steuerungsgremium)
Programmkoordination
- Marle Albert und Laurens Frederking
LVG Niedersachsen Bremen
LVG & AFS NDS. HB e.V.
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e.V.
Laurens Frederking
Tel.: 0511 3881189-310
laurens.frederking@gesundheit-nds-hb.de
Marle Albert
Tel.: 0511 3881189-312
marle.albert@gesundheit-nds-hb.de
Hinweis zur Haftung: Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.
Abgeschlossene Aktivitäten
Werkstatt Alter
Hintergrund
In Bremen steigt der Anteil ökonomisch, sozial und dadurch auch gesundheitlich benachteiligter älterer Frauen und Männer beträchtlich und wird zukünftig weiter ansteigen. Die Teilhabe und Verwirklichungschancen älteren Menschen sind dadurch erheblich eingeschränkt. Das Projekt "Werkstatt Alter" setzte an diesem Problem an und stärkte die individuelle Gesundheitskompetenz von Menschen über 65 Jahren. Die Gesundheitskompetenz sollte durch ein vielfältiges und niedrigschwelliges Angebot in Form von gesundheitsförderlichen Angeboten im direkten Wohnumfeld gestärkt werden. Insbesondere sollten durch das Vorhaben ältere Menschen erreicht werden, die von sozialbezogener Ungleichheit betroffen sind und durch die bisherigen Angebote nicht oder nur wenig erreicht wurden.
Das Projekt "Werkstatt Alter" entwickelte gesundheitsförderliche Angebote zur Ressourcenstärkung, insbesondere in den Bereichen Bewegung, Ernährung sowie Resilienz, um so die Fähigkeiten zur Lebens- und Alltagsgestaltung bewusst auszuschöpfen. Gefördert wurde dieses Projekt über das GKV-Bündnis für Gesundheit im Land Bremen.
Zielsetzung
Die "Werkstatt Alter" sollte die individuelle Gesundheitskompetenz ebenso wie das gesundheitskompetente Quartier stärken. Von sozialbedingter Ungleichheit betroffene Ältere (z.B. infolge von Sprachbarrieren oder kulturellen Barrieren durch Migrationshintergrund) wurden frühzeitig an praktischen Erkenntnissen und Informationen beteiligt, um sie beim Aufbau und dem Erhalt der persönlichen Gesundheitskompetenz für ein aktives, selbständiges und unabhängiges Leben im Alter zu stärken. Die gesundheitsförderlichen Maßnahmen wurden zuerst in den Stadtteilen Walle, Hemelingen und Osterholz durchgeführt.
- Es wurden die Transparenz und Bekanntheit von bereits bestehenden gesundheitsbezogenen Angeboten in den teilnehmenden Stadteilen erhöht.
- Es wurden Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitsheitskompetenz in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Seelische Gesundheit entwickelt.
- Die Vernetzung der gesundheitsfördernden Akteure (Gesundheitstreffpunkt, Netzwerk Alte Vielfalt etc.) wurde ausgebaut.
- Es fanden Multiplikator/-innen-Schulungen zur Förderung der Gesundheitskompetenz statt.
- Die entwickelten Angebote wurden in der ganzen Stadt Bremen sowie gesondert in den betreffenden Stadtteilen bekannt gemacht.
Das Projekt wurde durch eine Steuerungsgruppe begleitet.
Beteiligt an der Projektdurchführung waren VertreterInnen verschiedener Gruppen im Quartier (Bremer Heimstiftung, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen, Bremer Volkshochschule, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS GmbH, die gesetzlichen Krankenkassen).
Gesundheitskompetenz
Die im Projekt geplanten Angebote zum Thema Gesundheitskompetenz sollten den Menschen über 65 Jahren zu Gute kommen. Für die Erreichbarkeit der Zielgruppe waren dabei Geschlechterrollen ebenso wie Generationenzugehörigkeit und kulturelle Herkunft zu berücksichtigen. Dies wurde durch die Heterogenität und Bedarfsgerechtigkeit des Angebots angestrebt. Durch die Wahl niedrigschwelliger Angebote sollten insbesondere die sozial bedingten Ungleichheiten beim Zugang abgebaut werden (Bsp. Verwendung allgemeiner, leicht verständlicher Sprache). Dazu führten wir verschiedene Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention durch.
- Zielgruppenspezifische Angebote zu Bewegung, Tanz, Entspannung u.a.
- Angebote zu Ernährung, richtige Ernährungsweisen zu Vermeidung von Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes
- Angebote zur Resilienzförderung und zur psychischen Entspannung
Zusätzliche Themenfelder außerhalb Förderung durch das GKV-Bündnis für Gesundheit:
- Angebote zu Digitalthemen, Wohnprojekte, Projekte zur Wohnumfeldgestaltung, Mobilitätserhalt, Medienkompetenz, Vorsorgen und Verfügen, Selbstbestimmung und Vollmachten
- Angebote zu Engagement-Möglichkeiten bei lokalen Initiativen, Einbindung in meinen Stadtteil, Qualifizierungen für soziale Kompetenzen
Ansprechpartner für das Projekt
Bremer Heimstiftung
Sharlina Spiering
Projektleiterin Werkstatt Alter
Bremer Heimstiftung
Pawel-Adamowicz-Straße 2
28327 Bremen
Mobil: 0160 90769626
sharlina.spiering@bremer-heimstiftung.de
Programmbüro des GKV-Bündnisses für Gesundheit in Bremen
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Im Auftrag der GKV Bremen
Daniel Rosenfeldt
Tel.: 0421 16565-79
daniel.rosenfeldt@vdek.com
Hinweis zur Haftung: Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.
Digital Empowerment - Neue Wege in der Gesundheitsförderung für alleinerziehende Frauen
Hintergrund
Seit 1989 praktiziert unsere Einrichtung Frauengesundheit in Tenever (FGT) Gesundheitsförderung speziell für Frauen im Quartier. Frauen können sich zu Gesundheitsthemen informieren und austauschen, Neues ausprobieren und Entlastung im Alltag erfahren. Unser Angebot bringt Frauen unterschiedlichen Alters und Herkunft zusammen. In Bremer Ortsteil Tenever haben zwei Drittel der rund 10.500 BewohnerInnen eine Zuwanderungsgeschichte. Von 1.250 Familien mit Kindern sind 350 alleinerziehend, überwiegend (332) Frauen, etliche davon mit drei und mehr Kindern. Besonders Frauen in schwierigen Lebenssituationen werden trotz hoher Gesundheitsrisiken durch bestehende Angebote zur Gesundheitsförderung bislang kaum erreicht. Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens sind die Belastungen für alleinerziehende Frauen weiter gestiegen. Um dieser gesundheitlichen Ungleichheit entgegenzuwirken haben wir das Projekt "Digital Empowerment – Neue Wege in der Gesundheitsförderung für alleinerziehende Frauen" ins Leben gerufen.
Dieses Projekt baut auf Ergebnissen des bereits abgeschlossenen Projekts "Neue Wege in der Gesundheitsförderung für alleinerziehende Frauen" auf und berücksichtigt gleichzeitig die aktuelle Thematik der Corona-Pandemie. Gefördert wird dieses Projekt über das GKV-Bündnis für Gesundheit im Land Bremen.
Zielsetzung
Ziel des Projektes "Digital Empowerment - Neue Wege in der Gesundheitsförderung mit alleinerziehenden Frauen" ist die partizipative Förderung von Gesundheitskompetenzen für alleinerziehende Frauen im Hinblick auf die Handlungsfelder gesundheitsförderliche Ernährung und Medienkompetenz. Um dieses Ziel zu erreichen, erlernen Alleinerziehende Frauen den (kritischen) Umgang mit digitalen Medien und erfahren wie sie gesundheitsrelevante Informationen, insbesondere zum Thema Ernährung im Internet finden und für sich nutzen können.
- Die Alleinerziehenden Frauen bekommen einen besseren Zugang zu digitalen Angeboten der Gesundheitsförderung und werden in ihrer (digitalen) Gesundheitskompetenz gestärkt. Dadurch werden sie in ihrer Selbstwirksamkeit unterstützt und empowert.
- Es werden passgenaue frauengerechte digitaler Angebotsformate im Handlungsfeld Ernährung partizipativ entwickelt.
- Alleinerziehende Frauen werden in ihrer Handlungskompetenz zu einer eigenverantwortlichen und nachhaltigen gesundheitsförderlichen Ernährung gestärkt. Eine Vernetzung von Akteur*innen, die sich mit dem Thema Ernährung beschäftigen wie z.B. BIPS (Living Lab oder dem Verein Treffpunkt Natur und Umwelt e.V /Querbeet wird aufgebaut.
- Die Erfahrungen und Ergebnisse des Projektes werden in einer Handreichung aufbereitet und sollen an andere interessierte Stadtteile und Kommunen weitergegeben werden.
Das Projekt wird durch eine Steuerungsgruppe begleitet.
Beteiligt sind VertreterInnen verschiedener Gruppen im Quartier (FGT, Quartiersmanagement, AnbieterInnen, alleinerziehende Frauen, gesetzliche Krankenkassen und Dr. Ingeborg Jahn als wissenschaftliche Beraterin).
Partizipation und Empowerment
Die im Projekt geplanten Angebote zu den Themen gesundheitsförderliche Ernährung (gemeinsames Kochen, Urban Gardening) und zur Förderung des Medienkompetenzerwerbs unterstützen die Stärkung der seelischen Gesundheit und das Empowerment der alleinerziehenden Frauen. Dazu führen wir verschiedene Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention durch.
- Entwicklung und Erprobung der Nutzung digitaler Technologien sowohl in der Gestaltung des Projektverlaufs (z.B. Online-Befragungen, Video-Workshops) als auch der Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote im Handlungsfeld Ernährung.
- Berücksichtigung der konkreten Bedingungen der alleinerziehenden Frauen im Hinblick auf das angestrebte Digital Empowerment. Dies betrifft sowohl die Verfügbarkeit von Endgeräten (vermutlich meist Smartphones) sowie die Förderung digitaler Kompetenzen (Workshops mit kompetenten und erfahrenen Partner*innen, wie z.B. dem derzeit entstehenden Living Lab des BIPS im Ellener Hof oder dem FabLab.
- Weiterführung der Bemühungen, die Alleinerziehenden auch für persönliche Beteiligung an übergreifenden Projektaktivitäten zu gewinnen.
- Erwerb neuer Kompetenzen, die zur Bewältigung von neuen/ungewohnten Situationen (Corona-Pandemie) benötigt werden.
- Mitgestaltungsworkshops im Stadtteil bieten Anbieter*innen von Gesundheitsförderung, weiteren Einrichtungen im Quartier und alleinerziehenden Frauen die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorstellungen auszutauschen und gemeinsam weitere Angebote mitzugestalten.
Alleinerziehende Frauen, die ihre Bedürfnisse und Bedarfe, Ideen und Anregungen in das Projekt einbringen möchten, sind herzlich eingeladen, sich am Projekt zu beteiligen!
Die Ansprechpartner für das Projekt
Frauengesundheit in Tenever
Dr. Christina Sanko
Projektkoordinatorin/Medienpädagogin
Koblenzer Straße 3a
28325 Bremen
Tel.: 0421 401728
christina.sanko@frauengesundheitintenever.de
www.frauengesundheitintenever.de
blog.frauengesundheitintenever.de
Insta: @frauengesundheitintenever
Programmbüro des GKV-Bündnisses für Gesundheit in Bremen
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Im Auftrag der GKV Bremen
Daniel Rosenfeldt
Tel.: 0421 16565-79
Daniel.Rosenfeldt@vdek.com
Beteiligte des Strategieforums
- GKV (Förderung, Mitglied Steuerungsgremium)
- Land Bremen (Mitglied Steuerungsgremium)
Hinweis zur Haftung: Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.
Fachkräfte für Prävention und Gesundheitsförderung
Gesundheitsfachkräfte an Schulen (GefaS)
Seit Beginn des Schuljahres 2018/2019 sind sieben "Fachkräfte für Prävention und Gesundheitsförderung“ an insgesamt zwölf Grundschulen in Bremen und Bremerhaven eingesetzt. Dieses dreijährige Modellprojekt wurde im Rahmen des Präventionsgesetzes gemeinsam von der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz sowie den Krankenkassen im Land Bremen finanziert und in Kooperation mit der LVG & AFS e.V. und dem Gesundheitsamt Bremen durchgeführt.
Projektziele
- Gesundheitswissen und gesundes Verhalten von Grundschulkindern und deren Familien stärken
- Erkrankungen verhindern und /oder Erkrankungen frühzeitig erkennen
- Mitarbeit an gesundheitsfördernden Rahmenbedingungen der Schule
- Aufbau und Ausbau von Netzwerkstrukturen im Stadtteil
Methoden
- Projektarbeit: Angebote im Rahmen von Projekttagen oder Nachmittagsbetreuung
- Individuelle Beratung: offene Beratungszeiten für SchülerInnen und Eltern, Beratung der Lehrkräfte
- Elternarbeit: Angebote bei Elternabenden oder in Eltern-Cafes
- Zusammenarbeit innerhalb der Schule
- Netzwerkarbeit: Zusammenarbeit mit Beratungsstellen, Kinderärzt*innen oder dem Kinder- und Jugendgesundheitsteam im Stadtteil, Vermittlung bei gesundheitlichen Fragen
- Mitwirkung an gesundheitsbezogenen Unterrichtseinheiten
Themen
- Bewegung
- Gesunde Ernährung
- Hygiene und Körperpflege
- Medien und Sucht
- Umgang mit Stress
und andere
Beteiligte Grundschulen
- Lutherschule, Dionysiusstraße 52, 27576 Bremerhaven
- Astrid-Lindgren-Schule, Frenssenstraße 49, 27576 Bremerhaven
- Grundschule an der Wigmodistraße, Wigmodistraße 37, 28779 Bremen
- Tami-Oelfken-Schule, Lüssumer Ring 55, 28777 Bremen
- Schule am Wasser, Tidemanstraße 11, 28759 Bremen
- Grundschule am Halmer Weg, Halmerweg 71, 28237 Bremen
- Schule an der Melanchthonstraße, Melanchthonstraße 150, 28217 Bremen
- Grundschule Delfter Straße, Delfter Straße 10, 28259 Bremen
- Schule an der Stichnathstraße, Max-Jahn-Weg 13, 28277 Bremen
- Grundschule Rechtenflether Straße, Rechtenflether Straße 24, 28197 Bremen
- Grundschule am Ellenerbrokweg, Ellenerbrokweg 28, 28325 Bremen
- Grundschule an der Paul-Singer Straße, Paul-Singer-Straße 160, 28329 Bremen
Projektverantwortung
Die Fachkräfte für Prävention und Gesundheitsförderung sind beim Gesundheitsamt angestellt. Die Fachaufsicht erfolgte durch:
Frau Dr. med. Andrea Bade
Gesundheitsamt Bremen, Sozialpädiatrische Abteilung
Tel.: 0421 36115571
eMail: gesundheitsfachkraefte@gesundheitsamt.bremen.de
Weiterführende Informationen
Gesundheitsamt:www.gesundheitsamt.bremen.de
Landesvereinigung für Gesundheit Nds. e.V. (LVG & AFS): www.lvg-gesundheit-bremen.de
AnsprechpartnerInnen für das Projekt
LVG & AFS e.V.
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen (LVG&AFS) e.V.
in Kooperation mit der Landesvereinigung für Gesundheit Bremen e.V.
Dirk Gansefort
Tel.: 0421 79087303
eMail: dirk.gansefort@gesundheit-nds.de
Landesvertretung der Techniker Krankenkassen Bremen
im Auftrag der GKV Bremen
Eschin Marbin
Tel.: 0421 30505407
eMail: eschin.marbin@tk.de
Beteiligte des Strategieforums
- GKV (Förderung, Mitglied Steuerungsgremium)
- SGFV (Antragsteller, Finanzierung, Mitglied Steuerungsgremium)
Hinweis zur Haftung: Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.
ProGesund – Gesundheitsförderung am Amtsgericht Bremen
Bereits 2017 hatte sich im Amtsgericht Bremen die Idee entwickelt, das betriebliche Gesundheitsmanagement und die innerbehördlichen Prozesse voranzubringen. Dabei sollte nicht nur der Wandel der Arbeitswelt allgemein und die Rolle des Arbeitgebers im öffentlichen Dienst, sondern auch die spezifischen Besonderheiten des Amtsgerichts, z.B. die überdurchschnittlich hohe Krankheitsquote berücksichtigt werden.
Gemeinsam mit den Projektpartnern startete 2018 das dreijährige Projekt. Neben der finanziellen Hilfe durch die hkk und die Unfallkasse Bremen arbeitete man mit der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen und der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz auf eine nachhaltige und bedürfnisorientierte Gestaltung des BGM im Amtsgericht hin.
Ziel des Projekts
Ausbau eines ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagements
Schwerpunkt war die Vernetzung von Verhaltens- und Verhältnisprävention, d.h. einerseits die Förderung des persönlichen Gesundheitsbewusstseins und dem zuträglichen Verhalten privat wie im Beruf und andererseits eine gesundheitsfördernde Arbeitsplatzgestaltung und Organisationsentwicklung
Methoden
- Mitarbeiterbefragung: sollte die Ausgangslage verdeutlichen und die Reflexion von Veränderungen nach durchgeführten Maßnahmen ermöglichen
- Workshops: sowohl innerhalb der Abteilungen, als auch für Führungskräfte
- Vorträge: breit gefächertes Angebot verteilt über den dreijährigen Projektzeitraum
- Schulungen: zugeschnitten auf die Schwerpunktthemen der Befragungsergebnisse und Anregungen der Mitarbeiter*innen aus der Mitarbeiterbefragung
Themen
- Umgang mit Stress
- Bewegung
- Ernährung
- Arbeitsschutz und andere
Projektverantwortung
Die Umsetzung des Projektes und das Angebot der Maßnahmen an die Mitarbeiter*innen des Amtsgerichts erfolgte nach enger und regelmäßiger Abstimmung zwischen den Projektbeteiligten.
Ansprechpartner im Amtsgericht
Gesundheitsbeauftrage
Frau Wagner
Tel.: 0421 361-2149
gesundheitsbeauftragte@amtsgericht.bremen.de
Beteiligte des Strategieforums
- hkk (Förderung, Mitglied Steuerungsgremium)
- Unfallkasse Bremen (Förderung, Mitglied Steuerungsgremium)
- Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen (Mitglied Steuerungsgremium)
- SGFV (Mitglied Steuerungsgremium)
Hinweis zur Haftung: Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.
Neue Wege in der Gesundheitsförderung für alleinerziehende Frauen
Hintergrund
Seit 1989 praktiziert unsere Einrichtung Frauengesundheit in Tenever (FGT) Gesundheitsförderung speziell für Frauen im Quartier. Frauen können sich zu Gesundheitsthemen informieren und austauschen, Neues ausprobieren und Entlastung im Alltag erfahren. Unser Angebot bringt Frauen unterschiedlichen Alters und Herkunft zusammen. In Bremer Ortsteil Tenever haben zwei Drittel der rund 10.500 BewohnerInnen eine Zuwanderungsgeschichte. Von 1.250 Familien mit Kindern sind 350 alleinerziehend, überwiegend (332) Frauen, etliche davon mit drei und mehr Kindern. Besonders Frauen in schwierigen Lebenssituationen werden trotz hoher Gesundheitsrisiken durch bestehende Angebote zur Gesundheitsförderung bislang kaum erreicht. Gründe dafür können sein: Zeitmangel, fehlende soziale Unterstützung, fehlendes Geld und andere.
Daher wurde das Projekt "Neue Wege in der Gesundheitsförderung für alleinerziehende Frauen" ins Leben, welches als eines von zwei Leuchtturmprojekten im Rahmen des Präventionsgesetztes von den gesetzlichen Krankenkassen im Land Bremen gefördert wurde.
Ziel
Ziel des Projektes war es, den Zugang zu und die Beteiligung an, insbesondere bewegungs- und entspannungsbezogenen, Gesundheitsförderungsangeboten für alleinerziehende Frauen zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, führten wir Einzel- und Gruppengespräche mit alleinerziehenden Frauen, die ihre Bedürfnisse, Ideen und Anregungen einbringen wollten oder Interesse an Sport und Bewegungsangeboten hatten. Außerdem überlegten wir gemeinsam mit Anbieter*innen von Bewegungs- und Entspannungsangeboten, wie es gelingen kann, passende Angebote für alleinerziehende Frauen zu schaffen.
- Im Verlauf des Projektes wurden die konkreten Bedürfnisse und Bedarfe von alleinerziehenden Frauen in ihrer Vielfalt herausgefunden und der Zugang zu passenden Gesundheitsförderungsangeboten gestärkt.
- Am Ende des Projektes standen in Tenever maßgeschneiderte Bewegungs- und Entspannungsangebote für alleinerziehende Frauen zur Verfügung.
- Die Erfahrungen und Ergebnisse des Projektes wurden an andere interessierte Stadtteile und Kommunen weitergegeben.
Das Projekt wurde durch eine Steuerungsgruppe begleitet.
Beteiligt waren VertreterInnen verschiedener Gruppen im Quartier (FGT, Quartiersmanagement, AnbieterInnen, alleinerziehende Frauen, gesetzliche Krankenkassen und Dr. Ingeborg Jahn als wissenschaftliche Beraterin).
Partizipation und Empowerment
Wir ermutigten alleinerziehende Frauen, ihre Bedürfnisse und Wünsche zum Thema Bewegung und Entspannung in das Projekt einzubringen. Dazu führten wir Einzel- und Gruppengespräche und organisierten Schnupperangebote.
- Hürden, die eine Teilnahme an gesundheitsfördernden Angeboten verhindern, wurden benannt und ernstgenommen.
- Schnupperangebote ermöglichten neue Erfahrungen und gaben Impulse.
- Mitgestaltungsworkshops im Stadtteil boten Anbieter*innen von Gesundheitsförderung, weiteren Einrichtungen im Quartier und alleinerziehenden Frauen die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorstellungen auszutauschen und gemeinsam maßgeschneiderte Angebote zu entwickeln.
- AnbieterInnen von Gesundheitsförderung wurden für die Bedarfe und Bedürfnisse alleinerziehender Frauen sensibilisiert und bei der Umsetzung passender Angebote unterstützt.
- Dauerhafte kostengünstige Bewegungs- und Entspannungsangebote, passend zu den Bedürfnissen und Bedarfen von alleinerziehenden Frauen, wurden entwickelt.
Presse/Publikationen
Handreichung für passgenaue bewegungsbezogene Gesundheitsförderungsangebote für alleinerziehende Frauen
Ansprechpartnerinnen für das Projekt
Frauengesundheit in Tenever
Mareike Sander-Drews
Projektkoordinatorin
Koblenzer Straße 3A
28325 Bremen
Tel.: 0421 401728 (Mo-Do 9-14 Uhr)
eMail: FGT@gmx.net
web: www.frauengesundheitintenever.de
AOK Bremen/Bremerhaven
Im Auftrag der GKV Bremen
Birgit Pharao
Tel.: 0421 1761-170
eMail: birgit.pharao@hb.aok.de
Beteiligte des Strategieforums
- GKV (Förderung, Mitglied Steuerungsgremium)
- Land Bremen (Mitglied Steuerungsgremium)
Hinweis zur Haftung: Bei den Projektbeschreibungen handelt es sich um Selbstdarstellungen, die vom koordinierenden Antragstellenden eingereicht wurden. Für die Inhalte der Projektbeschreibungen sind die Antragstellenden verantwortlich.